105_Quartier Messmerbrüel

Die Anordnung der Gebäude zoniert den Aussenraum, und definiert unterschiedliche Öffenlichtkeitsgrade.

In der Mitte befindet sich ein grosser Innenhof, ein halböffentlicher Ort der Entspannung und der Begegnung zwischen Nachbarn. Um ihn herum ist die Tiefgarage gebaut, so dass ein grosser nicht untergebauter Bereich entsteht. Dieser Ansatz ermöglich eine echte Oase, ein Hain von Grosskrönigenbäume. Unter dem Baumdach stehen Möbel für die Begegnung der Nachbarn zur Verfügung. Ein Spiel- und Liegenwiese mit ein grossen grosskrönigem Baum ergänzen den zentralen Gemeinschaftsgarten.

Ausensitzplätze der Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss öffnen sich zum zentralen Hof und ermöglichen die Begegnung der Nachbarn untereinander. Die Wohnungen im Erdgeschoss verfügen über private Gärten.

Ein Wegenetz führt durch die neue Siedlung zu den drei Mehrfamilienhäusern an der Alterbahnhonfstrasse. An seiner nordwestlichen Grenze verfügt das Neubaugebiet über einen Fussgängerzugang, der als Abkürzung zwischen der Ragazerstrasse und dem Banhof dient. Die Abkurzung ist als Gewerbegasse konzipiert und hat einen eindeutig öffentlichen Charakter.

Vorgärten bilden einen grünen Filter von den Erdgeschosswohnungen nach aussen und garantieren deren Privatsphäre. Auf der Nordseite ermöglicht ein Streifen Schotterrasen die Zufahrt für Rettungswagen oder Feuerwehrfahrzeuge, während eine Baumreihe ihn vom Parkplatz der SBB trennt. Entlang der Ragazerstrasse geben neue Bäume der Baumreihe von Südwesten her Kontinuität. In der Gewerbegasse, steht die Vorzone aus Chaussierung den Geschäften entsprechend ihren Bedürfnissen zur Verfügung und werden ebenfalls neue Bäume gepflanzt.

Schwammstadt und Hitzerminderung

Entsiegelung ist ein zentrales Gestaltungsprinzip. Die Minimierung versiegelter Flächen und die gezielte Anordnung der Tiefgaragen tragen zur Umsetzung des Schwammstadt-Konzepts bei. Fast 90% der Aussenflächen weisen eine gewisse Durchlässigkeit auf.

Das gesamte Dachregenwasser der verschiedenen Gebäude wird in Regenwassertanks geleitet, um die Grünflächen zu bewässern. Die Dächer der Gebäude und das Garagendach halten Wasser zurück.

Die Anpflanzung zahlreicher Bäume in Kombination mit den Verdunstungseffekten durch das Schwammstadtkonzept wird sich positiv auf das Mikroklima auswirken.

Biodiversität

Es werden zahlreiche Bäume gepflanzt und neue Wiesen mit einer grossen Artenvielfalt angelegt. Das vielfältige Thema von Baum- und Strauchpflanzungen durchzieht das Areal und ermöglicht das bewusste Erleben des jahreszeitlichen Wandels.

Das attraktive Baum- und Strauchthema erstreckt sich über den Hof und bietet die Möglichkeit, die unterschiedlichen Jahreszeiten aktiv mitzuerleben. Während den heissen Sommermonaten bietet der kühle Schatten der Laubbäume attraktive Rückzugsmöglichkeiten. Das strukturreiche Grünvolumen bietet ökologisch wertvolle Grünstrukturen, die als Trittsteine in der grossmassstäblichen Vernetzung angeschaut werden. Die Wahl der Baumarten nimmt Bezug zu den vorhandenen Standortansprüchen und trägt zu einem wertvollen Mikroklima bei.