Der Park „La Vaguada“, der dank der Nachbarschaftsinitiative von La Vaguada als Grünfläche für die Anwohner entstanden ist und uns allen gehört, benötigt heute, nach rund dreißig Jahren seines Bestehens, eine allgemeine Neubewertung und eine teilweise Sanierung, um ihn als wichtigsten generationsübergreifenden Treffpunkt des dicht besiedelten Stadtviertels Barriada del Pilar zu etablieren.
Der tiefer gelegene Teil des Areals rund um den Teich, eine landschaftliche Erinnerung an ein Tal, ermöglicht Rückzug und Abschottung vom Großstadtlärm der belebten Alleen, die ihn umgeben. Die Ansammlung des Wassers am tiefsten Punkt ermöglicht die ruhige Betrachtung und die Spiegelung des klassischen Bogengangs des multifunktionalen öffentlichen Gebäudes. Der Kiefernwald mit seinen gewundenen Wegen entführt den Besucher in eine natürliche Umgebung fernab vom alltäglichen Stress der Stadt.
All diese Werte, die dem ursprünglichen Entwurf des Parks innewohnen, müssen hervorgehoben und durch Nutzungen sowie eine zeitgemäße Formensprache ergänzt werden, um diesen Ort der Begegnung neu zu beleben.
Wie bereits der Name des Parks andeutet, befindet sich dieser öffentliche Raum in einem ehemaligen Talbereich, durch den einst der Bach Arroyo de la Veguilla floss. Die Urbanisierung und das Wachstum unserer Städte, wie hier in Madrid, haben die ursprünglichen landschaftlichen Strukturen zunehmend überdeckt oder verschwinden lassen.
Heute erinnert vor allem der Teich an die einst prägende Rolle des Wassers in dieser Landschaft. Deshalb ist das Wasser ein wesentlicher Bestandteil der Identität und des kulturellen Landschaftsbildes dieses öffentlichen Raums und soll dies auch künftig bleiben.
Mit einer zeitgenössischen Formensprache, die sich bewusst von der strengen und klassischen Architektur der umliegenden Gebäude absetzt, wird der Teichbereich in eine organisch gestaltete Parklandschaft integriert, die sich bis zur Platzfläche des Pavillons durch den bestehenden Pinienwald erstreckt.
Der neue Teich schließt den rechteckigen Vorplatz der umliegenden Einrichtungen ab und entwickelt sich anschließend in organische Formen, die mit den angrenzenden Pinienbeständen in Dialog treten. Für die Pflege des Gewässers ist ein nachhaltiges Reinigungssystem vorgesehen, das klares Wasser ohne Algenbildung oder Geruchsprobleme gewährleistet.
Die Uferkante wird aus weißem Beton gestaltet und steigt aufgrund des leicht geneigten Geländes allmählich an, bis sie eine durchgehende Sitzbank unter einer neuen Pergola bildet. Im oberen Bereich erweitert sich die Kante zu einer tropfenförmigen Fläche mit Wasserspielen. Diese leicht konkave Fläche ist zum Teich hin geneigt, sammelt verdunstetes Wasser und dient zugleich als Spielfläche, auf der Kinder im Sommer mit Wasser spielen und sich abkühlen können.
Die gesamte Umgestaltungsfläche wird mit wasserdurchlässigem Beton befestigt. Dieser lässt Regenwasser versickern und trägt zur Regeneration des städtischen Untergrunds bei. Durch seine helle Farbgebung speichert der Belag zudem weniger Wärme und reduziert so den städtischen Wärmeinseleffekt.
In die Betonfläche werden Inseln integriert: Eine davon dient als Kinderspielplatz mit Holzschnitzeln als Fallschutz. Weitere kleinere Inseln werden mit Laubbäumen bepflanzt, die im Sommer Schatten spenden und im Winter Sonnenlicht durchlassen.
Der bestehende Pavillon am Teich wird zu einem Café umgebaut, das als Treffpunkt an sonnigen Tagen dient. Eine Holzplattform ragt in den Teich hinein und bietet attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten mit Blick auf das Wasser – sei es für einen Kaffee oder zum Sonnenbaden.
Die geschwungenen Wege des Pinienwaldes werden ergänzt und führen die organisch geformten Grünflächen bis an den neuen Teich heran. Die Pinienbestände werden erweitert und stärker mit dem Wasserraum verknüpft. Geschwungene Sitzbänke schaffen zusätzliche Aufenthaltsorte im Schatten. Die bestehenden Fitnessgeräte werden in deren Nähe verlegt, sodass Eltern und Großeltern die spielenden Kinder bequem beobachten können.
Neue Rampen ermöglichen zudem einen barrierefreien Zugang vom Paseo de la Vaguada sowie von der Avenida Monforte de Lemos. Dadurch werden sowohl das künftig umgestaltete Theater als auch das Viertel Pilar und das nahe Einkaufszentrum besser an den Park angebunden.